My-wish-for-today

Tagebuch

4. Februar 2018

 

Meine Geschichte in Büchern:


Alles begann mit einem Buch names “Ein Hund names Fips”, mit dem ich mir das Lesen beibrachte, um dann in der Schule ausgeschimpft zu werden, weil ich es “falsch” gelernt hatte. Ich habe trotzdem weitergelesen. Gottseidank.
Dann kam Astrid Lindgren, die ich bis heute für ihren Respekt gegenüber Kindern, ihre Unerschrockenheit, ihren Kampfgeist und ihre wunderbare Fantasie verehre. Wie gerne hätte ich in Bullerbü gewohnt, in der Villa Kunterbunt oder mit Ronja Räubertochter im Wald.
Dann kamen Enid Blyton, Trixi Belden und Die Drei Fragezeichen, ich war Feuer und Flamme für Rätsel und wollte Detektivin werden.
Nach einem Ausflug in die Welt der Trolle, Feen und Zauberer (Die unendliche Geschichte, Der Hobbit, Märchenmond, Die Nebel von Avalon) - mein Berufswunsch änderte sich vorübergehend von Detektivin zu Hexe oder Hohepriesterin - stolperte ich über Agatha Christie und wieder waren es die Rätsel, die mich gefangen nahmen, dazu ihr feiner, sarkastischer Humor und das very Britische.
Mit siebzehn wollte ich nur noch “On the Road” sein, verlor mich zusammen mit dem “Steppenwolf” in düsteren Kneipen, meditierte mit “Siddharta”, teilte die “Ansichten eines Clowns”, regte mich über “Homo Faber” auf und las zum ersten Mal “Wer die Nachtigall stört”. Es sollte nicht das einzige Mal bleiben.
Spätestens zu diesem Zeitpunkt hatte ich mein Herz an Geschichten verloren. Dort verweilt es immer noch, dieses eigensinnige Herz, trotz Jurastudiums und Anwaltsjob. Es fühlt sich wohl zwischen Rätseln, krummen Wegen, Melancholie und Poesie, liebt britischem Humor und Bullerbü-Gemütlichkeit und begleitet Streuner, Liebende und Traumtänzer auf ihrem Weg durch den wilden Wald, den man Leben nennt.
Was blieb mir also anderes übrig, als Geschichtenerzählerin zu werden?
 

 

13. Februar 2018

 

Warum muss ich eigentlich immer planen? To-Do-Listen, Merklisten, Tagesplaner, Wochenplaner, Jahresplaner ... Ich bin Meisterin im Planen und Meisterin im Mich-nicht-dran-halten.

Daher mein Plan für heute:

Nichtstun. Eine Stunde lang, mindestens.

Ich sitze auf dem Balkon, die Sonne scheint mir ins Gesicht, der Brunnen im Garten plätschert, Autos fahren vorbei, schmelzender Schnee tropft von den Dächern. Neben mir am Vogelhaus wird es nach kurzem, erschrockenen Zögern wegen meiner unerwarteten Anwesenheit lebendig, Flügelschlagen, Flattern über meinem Kopf, eine Amsel zwitschert, am Himmel ruft eine Krähe, eine zweite antwortet, die Kirchturmuhr im Tal schlägt zwei Uhr ...

 

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